





30 Jahre Posaunenchor
5. Dezember 2010 um 18:00 Uhr in der Hasseler Kirche!
Am 5. Dezember 2010 um 18:00 Uhr lädt der Hasseler Posaunenchor zu einem musikalischen Gottesdienst in die Hasseler Kirche ein. Dann nämlich wird der Chor 30 Jahre alt. Genau genommen, 30 Jahre und 1 Tag; denn die Gründungsversammlung war am 4. Dezember 1980.
30 Jahre, das ist zwar kein Datum für ein Jubiläum, aber immerhin doch ein runder Geburtstag und für den Posaunenchor allemal Anlass genug, mit einem kleinen Konzert zum Hören und Mitsingen an die Öffentlichkeit zu treten. Wir hoffen, dass möglichst viele Hasseler Bürgerinnen und Bürger sowie Interessierte von umzu dem Chor durch ihr Kommen ihre Wertschätzung erweisen.
Gerne würde der Chor dann auf musikalische Art etwas davon zurückgeben, was ihm die Hasseler-/innen in all den Jahren an Unterstützungsleistungen und Hilfen gewährt haben. Die Chormitglieder denken hier insbesondere an das Finanzielle, als 2009 ein neuer Chorleiter bezahlt werden musste und dies aus eigenen Mitteln nicht zu leisten war. Eine nicht für möglich gehaltene Welle von Spendengeldern machte überdeutlich, welchen Stellenwert der Chor inzwischen in Hassel einnimmt.
Dies mag auch daher kommen, dass man sich nicht nur der kirchlichen Musik, sondern ebenso der leichteren Muse gewidmet hat und diese mitten im Dorf und unter den Leuten aufspielte. Dies war ohne Frage der Verdienst des unvergessenen Chorleiters Willi Nordhausen. Er war es, der mit einer wahren Engelsgeduld aus musikalischen Nobodies den Chor formte. Gerne hätte man ihn heute noch unter sich. Seit dem 20. September 2004 hört er dem Chor jedoch von einer höheren Ebene aus zu. Ebenso wie Kurt Blohm, der mit seiner Zugposaune als Erster den so genannten Nachschlag beherrschte. Gerne erinnert man sich an Heinrich Rohlfs, der keine Noten benötigte, um seinem Tenorhorn die richtigen Töne zu entlocken. Oder Christiane Engelke, die nicht nur mit dem Chor musizierte, sondern auch mit den Doko-Profis mithalten konnte. Man denkt an Ilse Fritz, für sie war die Musik ein Ein und Alles. Unvergessen ist auch Herbert Berneburg aus Eystrup. Zuletzt verlor der Chor Helmut Meyer, dem es immer wieder ein herrliches Vergnügen war, alljährlich als Kassenprüfer auf Lebenszeit die Finanzen des Chores zu prüfen.
Seinen Zusammenhalt bezog und bezieht der Chor noch immer zum großen Teil aus den von Gerhard Hellpap und Helmut Stenzel perfekt organisierten Bläserfreizeiten. Die erste Freizeit führte 1990 auf Spiekeroog. Danach ging es 1992 nach Neuenkirchen an der Ostsee. Unvergessen sind der „Rote Salon“ in einem Lokal in Neuenkirchen und die stimmgewaltigen Polonaisen durch alle Räume des Hauses. 1994 schickte der Festausschuss den Chor auf die denkwürdige Reise an den Lönssee. Unfreiwillige Moorbäder und eine unverhoffte, dafür aber eine umso schönere Feier in einem „Pferdestall“ bleiben unvergessen. Es folgte 1996 die Fahrt auf die Insel Baltrum. Auf der Überfahrt begegnete man Anton Sinningen, ehemals katholischer Pastor in Hoya, und in der Unterkunft einer Seniorengruppe, die von einem stimmgewaltigen Pastor, man nannte ihn scherzhaft den Donnergott, betreut wurde. 1998 ging es nach Clausthal-Zellerfeld. 2000 stand dann Dassel im Solling auf dem Programm. Dort brillierte das passive Chormitglied Günter Kesebom erstmals als Chefgrillmeister. Dreimal (2002, 2005 und 2008) wurde Kühlungsborn besucht. Dennoch, so heißt es, haben einige Chormitglieder noch immer nicht die Ostsee gesehen (einige Posauners waren wohl den mitgebrachten Doko-Karten total erlegen). Man war in Betzendorf (2003), wo das Unfassbare geschah als Ilse Fritz zurückgelassen werden musste. 2006 eroberte der Chor Ahlhorn und zuletzt, 2009, war Steinfeld dran. Dort war das Rahmenprogramm des stets mitreisenden Fanclubs mindestens genauso interessant wie die Übungseinheiten. Am Abreisetag wurde der Wirtin vom Töwerland-Tagungshotel in Steinfeld noch ein kleines Konzert auf der Terrasse des Hauses gegeben.
In den Freizeiten war jeweils ein umfangreiches Übungsprogramm zu absolvieren. Hierfür zeichneten die Chorleiter verantwortlich. Das Fundament des Ganzen legte, wie schon erwähnt, Willi Nordhausen. Größte Zufriedenheit mit der Leistung des Chores wurde immer dann signalisiert, wenn er „aus der Hüfte“ dirigierte. 1999 folgte ihm Erich Linmann. Sein Herz schlug stets höher, wenn die Legende von den zwölf Räubern erklang. Erich bewies Größe, als er die Chorleitung schon nach relativ kurzer Zeit, nämlich am Johannistag 2003, in die Hände von Andreas Schröder legte. Die Vorliebe von Andreas gehört der moderneren Musik. Swing, Blues und was sonst noch so aus Amerika zu uns rüberschwappt liegt jetzt immer häufiger auf den Notenpulten der Posauners. Nach einem etwa halbjährigen Chorleiter-Intermezzo von Albert Berns aus Nienburg in 2009 übernahm Andreas wieder die Leitung des Chores.
Er wird es auch sein, der am 5. Dezember 2010 den Posaunenchor dirigiert, wenn zum musikalischen Gottesdienst aufgespielt wird. Also nicht vergessen:
5. Dezember 2010 um 18:00 Uhr in der Hasseler Kirche!
Wilhelm Lütjens